Reisestrategien und Inspirationen

Transfer Payback zu Miles & More

Payback-Punkte zu Miles & More transferieren: Wann es sich wirklich lohnt

Miles & More Meilen sammeln, Business Class näherkommen: Wir zeigen dir die aktuelle Bonusaktion – und wann sich Warten mehr lohnt als Transferieren.

Wir waren vor einiger Zeit bereits sechs Monate in Südostasien unterwegs, ohne festes Rückreisedatum, als wir unsere Pläne komplett über den Haufen warfen – und uns wünschten, bequem und zu zweit in der Business Class nach Hause zu fliegen, von Singapur nach Frankfurt.

Dass wir dafür ausgerechnet in dieser Woche gleich doppelt Glück hatten – passende Verfügbarkeiten für zwei Plätze und eine 30-Prozent-Transferaktion bei Payback – kam wie gerufen: Die fehlende  Meilendifferenz war plötzlich da, und kurz darauf saßen wir bei einem mehrgängigen Menü auf bequemen Sitzen mit jeder Menge Beinfreiheit, konnten uns auf dem Liegesitz flach ausstrecken und ein paar Stunden schlafen – statt uns die Nacht in der Economy um die Ohren zu schlagen.

Lufthansa Business Class Vorspeise auf der Langstrecke

Genau deshalb wissen wir, wie toll es ist, Punkte und Meilen für Business Class-Flüge einzulösen, und wie sich ein wirklich guter Bonus anfühlt. Aber auch, wie deutlich sich die aktuellen 10 Prozent davon unterscheiden. Bei 25 oder 30 Prozent transferieren wir so gut wie automatisch. Bei 10 Prozent und ohne kurzfristigen Bedarf ist die Sache für uns dagegen klar: Diesmal lassen wir die Punkte liegen. Wann sich der Transfer trotzdem für dich lohnt, zeigen wir dir weiter unten.

Das solltest du wissen, bevor du transferierst

Bei 10 % Bonus – dem niedrigsten Wert seit 2020 – lohnt sich der Transfer vor allem, wenn du kurzfristig konkret Meilen brauchst.
Ohne akuten Grund ist Warten meist die bessere Wahl – In den letzten Jahren lagen die meisten Aktionen bei 20 bis 30 %.
Eine Ausnahme: Laufen bei dir in den nächsten Monaten Payback-Punkte ab (Verfall nach 36 Monaten, Stichtag jedes Jahr am 30.9.), sind 10 % extra besser als der komplette Verlust oder ein Einkaufsgutschein.

Noch mehr Wege, Business Class zum Economy-Preis zu fliegen, zeigen wir dir in unserem Artikel „Business Class fliegen zum Economy-Preis".

Zum Artikel

Auf einen Blick: Payback-Miles-&-More-Transferbonus Juli 2026

Bonus

10 % zusätzliche Meilen auf die umgewandelten Punkte

Zeitraum

01.07.–31.07.2026

Mindesttransfer

4.000 Payback-Punkte in einer Transaktion

Maximale Bonusgutschrift

75.000 Meilen (entspricht 750.000 transferierten Punkten)

Meilengutschrift

in der Regel innerhalb weniger Werktage

Gültig für

Payback-Teilnehmer:innen mit Wohnsitz und Miles-&-More-Konto in Deutschland oder Österreich

Willst du direkt loslegen? Hier geht's zur aktuellen Aktionsseite bei Miles & More.

Zur Aktionsseite

Rechenbeispiele – So wirkt sich der Bonus konkret aus

Beispiel 1

10.000 11.000

Aus 10.000 Payback-Punkten werden durch den 10-%-Bonus 11.000 Meilen – 1.000 Meilen geschenkt.

Beispiel 2

40.000 44.000

Aus 40.000 Payback-Punkten werden 44.000 Meilen – 4.000 Meilen zusätzlich, ohne einen Cent oder eine Meile mehr eigenes Zutun.

Wie du überhaupt auf eine vierstellige oder fünfstellige Punktesumme kommst, zeigt dir gleich die richtige Kreditkarte. Aber auch jenseits davon lässt sich einiges holen: Shopping-Partner, Alltagssammeln, Aktionen und clevere Einlösewege findest du in unserem Payback-Guide und Miles-&-More-Guide.

Die schnellste Stellschraube: die richtige Kreditkarte

Was viele nicht auf dem Schirm haben: Mit der richtigen Kreditkarte sammelst du nicht nur bei bewussten Payback-Einkäufen Punkte, sondern bei jedem Umsatz automatisch mit – vom Wocheneinkauf, über Möbel-, Elektronik- und Reisebuchungen, bis zur Tankfüllung, ganz ohne Zusatzaufwand. Und das auch bei Unternehmen, die keine Payback- oder Miles & More-Partner sind. Ob du am Ende auf eine vierstellige oder fünfstellige Punktesumme kommst, hängt also auch stark davon ab, ob du mit einer entsprechenden Kreditkarte bezahlst.

Die folgende Übersicht zeigt dir, wie schnell du mit welcher Karte vorankommst – und was dich das kostet. Wichtig dabei: Die Jahresgebühr ist nur die halbe Rechnung. Bei den kostenpflichtigen Karten bekommst du meist noch einiges mehr dazu, etwa Reiseversicherungen, Flugvorteile oder kostenlose Bargeldabhebungen und Zahlungen ohne Fremdwährungsgebühren im Ausland – Vorteile, die in der Tabelle allein nicht sichtbar werden.

Payback American Express Miles & More Blue Miles & More Gold Miles & More MyFlex Eurowings Premium
Jahresgebühr 0 € 66 € 138 € 0 € 99 € (1. Jahr 49,50 €)
Sammelrate 1 Payback-Punkt pro 3 € Umsatz 1 Meile pro 2 € Umsatz 1 Meile pro 2 € Umsatz 1 Meile pro 2 € Umsatz 1 Meile pro 2 € Umsatz
Punkte-/Meilenverfall Punkte verfallen nach 36 Monaten Unbegrenzter Meilenschutz Unbegrenzter Meilenschutz Meilen verfallen nach 36 Monaten Meilen verfallen nach 36 Monaten
Willkommensbonus Ab 1.000 Payback-Punkte* Ab 500 Meilen* Ab 4.000 Meilen* Ab 500 Meilen* Ab 3.000 Meilen*
Zur Karte Zur Karte Zur Karte Zur Karte Zur Karte

*Die Willkommensboni schwanken je nach Aktionszeitraum – gerade bei der Payback Amex, der Miles & More Gold und der Eurowings Premium lohnt es sich, auf einen guten Zeitpunkt zu warten, weil die Boni teils deutlich über dem hier genannten Standard liegen.

So geht der Transfer

1

Logg dich in dein Payback-Konto ein.

2

Geh zu „Partner" → „Miles & More".

3

Hinterlege einmalig deine Miles-&-More-Servicekartennummer, falls noch nicht geschehen.

4

Gib die Punktezahl ein, die du umwandeln willst – mindestens 4.000, um den aktuellen Bonus zu bekommen. Größere Summen können laut mehrfachen Berichten eine Kontoprüfung bei Payback auslösen, die dein Konto vorübergehend einfriert. Willst du mehr transferieren, teile es auf mehrere Tage auf.

Wichtig: Transferiere maximal 29.000 Punkte pro Transaktion innerhalb von 24 Stunden.

5

Bestätige den Transfer.

6

Die Meilen landen danach in der Regel innerhalb weniger Werktage auf deinem Miles-&-More-Konto.

Zur Payback-Aktionsseite

Worauf du achten solltest

Bevor du transferierst, ein Realitäts-Check: Verfügbarkeiten für Prämienflüge – gerade in der Business Class und für zwei Personen auf beliebten Strecken – sind nie garantiert. Auch mit vollem Meilenkonto kann es sein, dass du für deinen Wunschtermin einfach keine Plätze findest. Transferiere deshalb im Idealfall erst, wenn du eine konkrete Einlösung im Blick hast und dort auch tatsächlich Verfügbarkeit siehst – oder sei bei Reisezeitraum und Ziel flexibel genug, um auf freie Termine reagieren zu können.

Extra-Tipp für Amex-Karteninhaber:innen

Hast du keine Payback American Express, sondern eine reguläre American-Express-Karte wie Gold oder Platinum? Auch deine Membership-Rewards-Punkte lassen sich zu Payback transferieren (aktuell im Verhältnis 3:1) und von dort mit Bonus weiter zu Miles & More. Die Grund-Sammelrate ist dabei nicht schlechter als bei der Payback Amex – mit aktiviertem Membership-Rewards-Turbo sogar besser.

Die beste Verwendung deiner Membership-Rewards-Punkte ist das aber trotzdem meist nicht: Zu anderen Airline-Partnern transferierst du teils im Verhältnis von bis zu 5:4 oder 3:2, deutlich günstiger als die 3:1 zu Payback. Der Umweg über Payback lohnt sich daher vor allem, wenn du gezielt Miles-&-More-Meilen brauchst oder gerade ein hoher Payback-Bonus die schwächere Grundrate ausgleicht – nicht als generelle Empfehlung, wenn dir die Fluggesellschaft egal ist.

Bonus-Historie im Überblick

Jul 2026 10 %
Jan 2026 25 %
Mai 2025 25 %
Jan 2025 20 %
Jul 2024 30 %
Dez 2023 30 %
Jun 2023 30 %
Nov–Dez 2022 25 %
Jun 2022 25 %
Nov–Dez 2021 25 %
Jun 2021 25 %
Nov–Dez 2020 25 %
Jun 2020 10 %
Nov–Dez 2019 25 %

Unser Fazit

Genau wie bei unserem spontanen Business-Class-Rückflug aus Singapur entscheiden wir auch diesmal nach der gleichen Logik: Bei einem starken Bonus transferieren wir so gut wie automatisch, weil unsere Punkte ohnehin auf Business-Class-Flüge hinarbeiten. Bei 10 Prozent und ohne konkreten Bedarf ist die Rechnung für uns dagegen klar – wir lassen unsere Punkte bei Payback liegen und hoffen auf eine bessere Aktion im Winter, wie schon in den Jahren zuvor.

Bei dir kann das anders aussehen: Payback lässt jedes Jahr am 30. September alle Punkte verfallen, die zu diesem Zeitpunkt älter als 36 Monate sind. Ein Blick in dein Payback-Konto zeigt dir, ob dich das dieses Jahr betrifft. In dem Fall sind 10 % extra besser, als die Punkte komplett zu verlieren – und manchmal ist genau das der einzige gute Grund, auch bei einem schwachen Bonus zuzugreifen.

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ÜBER UNS

Michèle & Micha von ReiseWelten.com

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