Reisestrategien und Inspirationen

Transreisen: Warum sie für manche die perfekte Kreuzfahrt sind – und andere sie hassen

Tag 5. Irgendwo zwischen Namibia und den Kanaren.

Du wachst auf. Gehst auf den Balkon. Nichts als Meer. Gestern war es so. Morgen wird es so sein. Und weißt du was? Es ist perfekt.

Keine Hafenzeiten. Kein „Wir müssen um 6 Uhr aufstehen und um 18 Uhr vom Landgang zurück sein“. Kein Stress, irgendwas zu verpassen. Nur das Schiff. Das Meer. Und diese Ruhe, die du im Alltag nie findest.

Und genau hier merkt man ziemlich schnell, wie unterschiedlich Menschen ticken.
Für manche ist das der Inbegriff von Urlaub.
Für andere fühlt es sich nach ein paar Tagen ungewohnt an.

Und in diesem Moment sagen wir uns jedes Mal: Dafür lieben wir Transreisen.

Nach 25 Jahren Kreuzfahrten – Mittelmeer, Adria, Karibik, Atlantik, Orient, Nordland – können wir sagen: Transreisen sind etwas Besonderes. Nicht besser oder schlechter. Einfach anders. Sie geben dir etwas, das normale Kreuzfahrten nicht können: Echte Entschleunigung. Zwei Kontinente in einer Reise. Und das Gefühl, dass die Zeit plötzlich dir gehört.

Luftaufnahme von zwei Kreuzfahrtschiffen mit vielfältigen Freizeitangeboten

Und ja – es gibt viele Seetage. Aber für uns ist das Schiff nicht nur ein Transportmittel, sondern unser Urlaubsort für zwei, drei Wochen – mit Restaurants, Shows, Spa, Vorträgen, Sport, neuen Leuten. Wenn dir das auch gefällt, wird es großartig.

In diesem Artikel zeigen wir dir ehrlich, ob eine Transreise zu dir passt oder eher weniger – und was du wissen musst, damit es die beste Reise wird, die du je gemacht hast.

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Transreisen: Alles Wichtige im Video

Lieber Video statt Text? Hier erklären wir dir in 15 Minuten alles, was du zu Transreisen wissen musst: Jetzt auf YouTube ansehen

Auf einen Blick

Was sind Transreisen? Überführungsfahrten von Kreuzfahrtschiffen zwischen zwei Einsatzgebieten (z. B. Europa → Karibik, Mittelmeer → Südafrika).
Wann finden sie statt? Meist im Frühjahr & Herbst (Saisonwechsel)
Dauer 14–21 Tage (oft auch länger, aber auch als Teilstrecken buchbar)
Besonderheit Viele Seetage (oft 5–7 am Stück, im Verlauf dann oft noch weitere Seetage) • Besondere Routen (z. B. Transatlantik, Afrika-Umrundung, Transasien, Panamakanal) • Seltene Häfen (Kapverden, Azoren, Namibia, Madagaskar & Réunion) • Meist günstiger Tagespreis

Für wen Transreisen gut passen können

  • Du hast Zeit (2–3 Wochen) Du musst nicht rechnen, wie viele Urlaubstage noch übrig sind. Du kannst ankommen – und erst nach ein paar Tagen merken, dass du wirklich weg bist.
  • Du magst Seetage & Entschleunigung Du sitzt morgens lange beim Frühstück. Kein Blick auf die Uhr. Noch ein Kaffee. Vielleicht noch ein Croissant. Meerblick statt „wir sollten langsam los".
  • Du siehst das Schiff als Urlaubsort Restaurants, Spa, Vorträge, Gespräche – nicht als Lückenfüller zwischen Häfen, sondern als Teil des Urlaubs.

Eher nichts für dich, wenn …

  • … du jeden Tag einen neuen Hafen brauchst Wenn du nach ein, zwei Seetagen merkst, dass du eigentlich gern wieder von Bord wärst, um das nächste Ziel zu erkunden, können mehrere Seetage am Stück anstrengend werden.
  • … du nur 7–10 Tage Zeit hast Transreisen lassen sich nicht abkürzen, ohne ihren Charakter zu verlieren.
  • … du noch nie auf Kreuzfahrt warst Wenn du noch nie erlebt hast, wie sich ein Seetag für dich anfühlt, ist eine Reise mit fünf oder mehr Seetagen am Stück schwer einzuschätzen. Viele merken erst auf einer klassischen Kreuzfahrt, dass ihnen genau diese ruhigen Tage besonders gut gefallen haben – und wünschen sich plötzlich mehr davon.
Kurz zusammengefasst

Eine Transreise lohnt sich vor allem für erfahrene Kreuzfahrer mit Zeit, die Seetage mögen und das Schiff als Urlaubsort schätzen.

Für Kreuzfahrt-Neulinge oder Hafen-Sammler ist sie meist nicht ideal.

Vertraue dabei ruhig auf dein Bauchgefühl.

Was sind Transreisen – und warum gibt es sie?

Transreisen – oder Überführungskreuzfahrten – sind Positionierungsfahrten. Das heißt: Ein Kreuzfahrtschiff muss von einem Einsatzgebiet ins nächste wechseln, weil die Saison dort endet oder beginnt.

Der wichtigste Unterschied zu normalen Kreuzfahrten: Es ist keine Rundreise. Du startest in Hafen A und kommst in Hafen B an – oft Tausende Kilometer entfernt. Klassische Kreuzfahrten bringen dich in der Regel zurück zum Starthafen. Bei Transreisen nicht.

Ein Beispiel: Im Herbst endet die Mittelmeer-Saison. Die meisten Schiffe fahren in wärmere Gefilde – Karibik, Südafrika, Orient, Südostasien. Im Frühjahr geht’s zurück nach Europa. Diese Überführungen würden die Reedereien sowieso machen – mit oder ohne Passagiere. Aber statt leer über den Ozean zu fahren, nehmen sie zahlende Gäste mit und machen daraus eine eigene Reise.

Für uns als Gäste entstehen dadurch besondere Routen, die es sonst nicht gibt:

Transatlantik

Europa ↔ Karibik/USA

z. B. Hamburg → Dominikanische Republik oder Mallorca → Barbados

Transafrika

Europa ↔ Südafrika

Aktuell oft rund ums Kap, weil der Suezkanal gemieden wird

Transasien

Europa ↔ Südostasien/Arabien

Früher via Suez, jetzt meist die lange Route um Afrika – Grund: Der Nahost-Konflikt macht die Suez-Route seit 2023 für viele Reedereien unsicher

Transpazifik

Asien ↔ Amerika

z. B. Japan → Kalifornien, oft mit Stopps auf Hawaii

Panamakanal-Route

Karibik ↔ Pazifik

Durchfahrt durch den Panamakanal als Highlight

Wie oft gibt es diese Routen? Das hängt von der Reederei ab – und davon, wie viele Schiffe sie verlegen. Bei AIDA oder Mein Schiff (TUI Cruises) mit mehreren Schiffen gibt es zum Beispiel im Frühjahr und Herbst mehrere Transreisen-Optionen, oft auch als Teilstrecken buchbar (z. B. nur Dubai bis Kapstadt statt der kompletten 80-Tage-Route). Trotzdem: Es sind deutlich weniger Termine als bei klassischen Kreuzfahrten – und wenn du eine bestimmte Route verpasst, kann es ein Jahr dauern, bis sie wieder angeboten wird.

Für die Reedereien sind Transreisen eine Win-Win-Situation: Das Schiff ist ausgelastet, die Kosten gedeckt. Für uns als Reisende bedeutet es: außergewöhnliche Routen zu oft sehr guten Preisen.

Kurz zusammengefasst

Transreisen sind keine klassischen Rundreisen, sondern echte Strecken zwischen zwei Kontinenten.

Sie bringen mehr Seetage, besondere Routen – und ein ganz anderes Reisegefühl.

Ob genau das für dich reizvoll ist, entscheidet sich weniger am Preis als an dem, was du dir von Urlaub wirklich erhoffst. Warum genau das für manche ein Traum ist – und für andere nicht – zeigen wir dir hier ganz ehrlich.

Und genau darüber lohnt es sich, kurz ehrlich nachzudenken.

Das macht Transreisen besonders – ehrlich betrachtet

Transreisen sind anders als normale Kreuzfahrten. Und genau deshalb lieben wir sie. Aber es wäre gelogen zu sagen, dass alles immer perfekt ist. Hier kommt unsere ehrliche Einschätzung – mit allem, was dazugehört.

Was wir an Transreisen lieben

Zeit – endlich wirklich Zeit

Keine Hektik. Kein „Wir müssen morgen früh raus". Du wachst auf, und der Tag gehört dir. Frühstück bis 11 Uhr? Kein Problem. Den ganzen Vormittag lesen? Perfekt. Dieser Luxus, einfach mal nichts zu müssen, ist unbezahlbar.

Das Schiff richtig kennenlernen

Auf einer 7-Tage-Kreuzfahrt bist du ständig unterwegs. Bei einer Transreise hast du Zeit, alle Restaurants durchzuprobieren, jeden Winkel zu entdecken, vielleicht sogar mal einen Kurs mitzumachen oder sich einfach eine Stunde Zeit für den spannenden Vortrag zu nehmen. Das Schiff wird dein Zuhause – nicht nur ein Transportmittel.

Besondere Routen

Wo sonst fährst du über den Äquator? Umrundest Afrika? Fährst durch den Panamakanal oder über den Atlantik? Diese Routen gibt es nur bei Transreisen – und sie haben etwas Magisches. Man spürt die Distanz, die man zurücklegt.

Günstigerer Tagespreis

Ja, der Gesamtpreis ist teils höher (weil länger). Aber pro Nacht zahlst du oft 30–50% weniger als auf normalen Kreuzfahrten.

Das klingt erst mal nach einem klaren Pluspunkt.

Wirklich sinnvoll wird es aber erst, wenn man weiß, wie man diesen Preis richtig einordnet.

Bei unserer Kapstadt-Triest-Route waren es unglaubliche 57 € pro Nacht – All-Inclusive, Balkon. Das ist konkurrenzlos.

Warum ist das so?

Ganz vereinfacht gesagt: Auf Transreisen fallen weniger Hafengebühren an, weil das Schiff viele Tage auf See ist. Gleichzeitig verbringen die Gäste mehr Zeit an Bord – und nutzen Bars, Spa, Kurse & Workshops oder Spezialrestaurants stärker.

Für die Reedereien rechnet sich das. Für uns als Gäste bedeutet es oft: ein deutlich günstigerer Preis pro Nacht – ohne dass an Kabine oder Verpflegung gespart wird.

Ruhigere Atmosphäre

Transreisen finden in der Regel außerhalb der Schulferien statt. Weniger Familien, weniger Trubel. Die Gäste an Bord sind entspannter – viele sind erfahrene Kreuzfahrer, die genau wissen, was sie wollen: Entschleunigung, besondere Routen und das Schiff wirklich genießen.

Und genau das sorgt für eine angenehm ruhige Grundstimmung an Bord.

Kurz zusammengefasst

Auf drei verschiedenen Transreisen haben wir gemerkt, dass für uns Transreisen dann besonders sind, wenn wir das Schiff wirklich als Urlaubsort erleben.

Ohne jeden Tag irgendwo ankommen zu müssen.

Aber genau das ist auch der Punkt, an dem nicht jeder mitgeht.

Und damit sind wir bei den ehrlichen Nachteilen.

Was dich auf einer Transreise wirklich nerven kann

Entertainment & Vorträge können enttäuschen

Hier lohnt es sich, die eigenen Erwartungen einmal ganz ehrlich zu prüfen. Auf unserer letzten (sehr günstigen) Transreise von Kapstadt nach Triest gab's wenig Abwechslung beim Programm. Livemusik erst ab spätem Nachmittag. Nicht jeden Tag eine Show im Theater. Das kann frustrieren, wenn du dich darauf freust. Ob das bei deiner Transreise besser ist, hängt vom Schiff, der Reederei und vermutlich auch vom Preis ab.

Internet kann schlecht sein

Moderne Schiffe haben Starlink – aber nicht alle sind technisch darauf ausgerichtet. Für manch einen spielt das kaum eine Rolle. Für andere ist es ein echter Knackpunkt. Wir hatten Transreisen, wo das Internet großteils sehr schlecht war. Wenn du arbeiten oder viel streamen willst, kann das ein Problem sein.

Unser Tipp: Lade Podcasts, Musik, Serien offline herunter. Dann stört dich das Internetproblem kaum. Und mal ehrlich: Offline sein kann auch ein schöner Teil der Entschleunigung sein.

Weniger Landgänge

An Bord gibt's viel zu erleben – Restaurants, Shows, Sport, Vorträge, neue Leute kennenlernen. Aber wenn du vor allem wegen der Häfen auf Kreuzfahrt gehst – jeden Tag eine neue Stadt, eine neue Kultur – dann können Transreisen frustrierend sein. Denn gerade auf sehr günstigen Transreisen hast du oft nur 3–5 Häfen in zwei, drei Wochen.

Ob das befreiend oder frustrierend ist, hängt stark davon ab, was du auf einer Kreuzfahrt suchst.

Wetter kann rau sein

Atlantik im Herbst, Biskaya im Frühjahr – das Meer kann unruhig werden. Moderne Schiffe haben Stabilisatoren, aber du spürst es manchmal trotzdem. Wenn du zu Seekrankheit neigst, ist das ein Punkt.

Was wir heute anders machen würden – nach mehreren Transreisen

  • Wir würden bei langen Transreisen eher auf das Schiff als auf die Route achten
  • Wir buchen bei Eigenanreise heute bewusst 1–2 Puffertage mehr, selbst wenn's teurer ist und können den Starthafen schon erkunden und genießen
  • Wir prüfen vorab, wie ernst es die Reederei mit Vorträgen & Programm meint
  • Internet ist für uns heute kein Nice-to-have mehr
  • Wir würden uns nicht mehr vornehmen, „die Zeit sinnvoll zu nutzen"
Kurz gesagt

Transreisen sind kein Hochglanzurlaub mit Dauerbespaßung. Weniger Programm, mehr Eigenrhythmus – und manchmal auch längere Phasen ohne großes Hafen-Highlight.

Wer das weiß, geht gelassener an Bord und genießt genau das, was diese Reisen besonders macht.

Entscheidend ist, ob man sich darauf einlassen möchte.

Wann bist du bereit für eine Transreise?

Hier ist die Wahrheit: Es gibt einen Moment im Leben, in dem Transreisen plötzlich Sinn machen.

Vorher wären sie dir zu lang vorgekommen. Zu langsam. Zu wenig Action. Aber dann passiert irgendwas – und plötzlich denkst du: Genau DAS will ich jetzt.

Für uns war es dieser Moment:

Wir hatten jahrelang Kreuzfahrten gemacht. Mittelmeer, Kanaren, Adria, Bosporus, immer 7 Tage. Immer voll gepackt. Zum Start meist ein Seetag und dann jeden Tag ein neuer Hafen. Und irgendwann, nach einer besonders hektischen Woche an Bord, haben wir uns angeguckt und gedacht: „Wir brauchen mal eine Reise, wo wir das Schiff einfach mehr genießen können und nicht ständig unterwegs sind.“

Kurz darauf haben wir unsere erste Transreise gebucht. Und gemerkt: Das ist es.

Vielleicht kennst du einen dieser Momente:

„Die Kinder sind aus dem Haus – und plötzlich haben wir Zeit."

Empty Nest. Zum ersten Mal seit Jahren keine Rücksicht auf Schulferien, keine Kompromisse. Du kannst drei Wochen am Stück weg. Und du fragst dich: Was machen wir jetzt mit dieser Freiheit?

„Nächstes Jahr werde ich 50. – und ich will was Besonderes."

Ein runder Geburtstag. Du willst dir was gönnen. Nicht irgendeine Reise. Sondern etwas, das bleibt. Etwas, von dem man später erzählst.

„Noch ein Strandurlaub? Nein danke."

Ihr wart in einem schönen Resort. Strand, Pool, gutes Essen. Aber irgendwie… austauschbar. Du hättest überall sein können. Jetzt sucht ihr etwas mit mehr Tiefe. Die Weite des Meeres. Das Gefühl, wirklich unterwegs zu sein. Und trotzdem alle Annehmlichkeiten eines großen Resorts – verschiedene Restaurants, Sport, Programm, neue Leute. Eine Transreise verbindet beides: Abenteuer und Komfort.

„Sabbatical. Vorruhestand. Endlich Zeit für mich."

Du hast jahrelang funktioniert. Jetzt hast du Zeit – und willst sie bewusst nutzen. Nicht hetzen. Nicht abhaken. Sondern wirklich ankommen.

Kurz gesagt

Transreisen sind ideal, wenn du innerlich entschleunigen willst – auch (oder gerade), wenn der Alltag zuletzt sehr voll war. Voraussetzung ist nur eines: genug Zeit, um dich auf diesen ruhigeren Rhythmus einzulassen.

Denn Transreisen lassen sich nicht pressen – sie wirken, wenn man sie wirken lässt.

Wann solltest du noch warten?

Wenn du noch nie auf Kreuzfahrt warst, ist eine Transreise eventuell zu früh. Mache lieber erst eine „normale“ 7-Tage-Kreuzfahrt mit 1-2 Seetagen. Wenn du merkst: „Ich hätte gerne mehr Zeit an Bord gehabt“ – dann bist du bereit. Wenn du denkst: „Endlich wieder Land!“ – dann nicht.

Wenn du aktuell keine drei Wochen Urlaub am Stück nehmen kannst: Dann gibt es zwei Optionen. Entweder du schaust nach kürzeren Transreisen – zum Beispiel Transatlantik mit 11–16 Tagen statt 21+. Die gibt es, und sie sind oft genauso schön. Oder du wartest auf eine Lebensphase, in der du länger Urlaub nehmen kannst oder mehr Zeit hast – Vorruhestand, Sabbatical, oder wenn die Kinder aus dem Haus sind. Der richtige Moment kommt.

Ein Moment, der alles erklärt

Manchmal stehen wir abends an der Reling, irgendwo mitten auf dem Ozean. Kein Land in Sicht, nur dieses leise Rauschen. Und dann denken wir: Genau deshalb reisen wir so.

Keine Termine. Kein Müssen. Nur Zeit.

Wenn sich das für dich gerade richtig anfühlt – dann könnte eine Transreise genau dein nächster Schritt sein.

Und wenn der Moment da ist?

Dann zögere nicht zu lange. Denn Transreisen gibt es nur zu bestimmten Terminen. Wenn du die Wunschroute verpasst, musst du in der Regel ein Jahr warten. Und wer weiß, was dann ist.

Wenn nicht jetzt – wann dann?

PLANCHECK KREUZFAHRT

Du überlegst konkret? Lass uns gemeinsam draufschauen

Du hast eine Transreise im Kopf – bist dir aber noch unsicher, ob Route, Schiff, Timing und Kabine wirklich zu dir passen?

Wir schauen mit dir gemeinsam auf deine Planung – nicht nur bei Transreisen, sondern bei jeder Kreuzfahrt. Im Plancheck Kreuzfahrt besprechen wir:

Passt die Route zu deinen Wünschen?
Ist das Schiff/die Reederei die richtige Wahl?
Kabinenauswahl & Position – worauf achten?
An-/Abreise sinnvoll geplant?
Worauf musst du bei dieser Reise besonders achten?

Du bekommst eine ehrliche Einschätzung auf Basis unserer 25+ Jahre Kreuzfahrterfahrung – damit du mit einem guten Gefühl buchen kannst.

Und ja: Wir sagen dir auch offen, wenn wir von einer Route abraten würden.

Genau das ist für uns der Unterschied zwischen Beratung und Verkauf.

Mehr zum Plancheck Kreuzfahrt
Michèle & Micha – Plancheck Kreuzfahrt

Das solltest du VOR der Buchung wissen

Okay, du bist grundsätzlich an einer Transreise interessiert. Bevor du buchst, gibt's ein paar Punkte, die den Unterschied zwischen „großartig" und „hätte ich vorher wissen sollen" machen.

01

Rechne den Preis richtig

Tagespreis vs. Gesamtpreis

Transreisen sind oft deutlich günstiger als normale Kreuzfahrten – und zwar pro Nacht. Aber der Gesamtpreis kann trotzdem höher wirken, weil die Reise eben lang ist.

Aber – und das ist der Punkt – manche Transreisen sind EXTREM günstig.

Unser Beispiel: 21 Nächte Balkonkabine All-Inclusive von Kapstadt nach Triest. 1.199 Euro pro Person. Das sind 57 € pro Nacht. Die meisten 7-Nächte-Mittelmeerkreuzfahrten kosten mehr als das (ca. 150-180 Euro pro Nacht / pro Person) – für eine Woche.

Solche Schnäppchen gibt es immer wieder. Und wir sammeln sie für dich: In unserem Balkonkabinen-Schnäppchen-Artikel findest du regelmäßig die besten Angebote – darunter auch viele Transreisen zu unschlagbaren Preisen.

02

Timing & Flexibilität

Frühjahr & Herbst

Transreisen finden vor allem im Frühjahr (März–Mai) und Herbst (Oktober–November) statt – wenn Schiffe zwischen Sommer- und Winterrouten wechseln.

Weniger Auswahl als bei normalen Kreuzfahrten

Es gibt nicht so viele Termine. Wenn du eine bestimmte Route willst, kann es sein, dass du ein Jahr warten musst, wenn du den Termin verpasst.

Teilstrecken oft möglich

Viele lange Transreisen (z. B. 80 Tage Weltreise) werden in Abschnitte geteilt. Du kannst auch nur einen Teil buchen (z. B. 20 Tage von Kapstadt bis Dubai).

03

Flüge Option 1: An- und Abreise-Paket der Reederei

Bei Transreisen brauchst du mindestens einen Flug – oft sogar einen Langstreckenflug. Aber wie du das buchst, macht einen großen Unterschied.

Die Reederei bietet meistens Flug + Kreuzfahrt als Komplettpaket an. Du buchst alles zusammen, bekommst einen Gesamtpreis – fertig.

✅ Vorteile:

  • Keine Extra-Planung: Die Reederei organisiert alles – Flug, Transfer zum Hafen und je nach Zielgebiet dann wieder Transfer und Flug
  • Sicherheit: Wenn der Flug Verspätung hat, wartet das Schiff (solange es noch im angemessenen Rahmen ist – ein paar Stunden). Falls die Verspätung zu groß wird, wirst du in der Regel zum nächsten Hafen der Route gebracht oder die Reise wird storniert und du erhältst dein Geld zurück.
  • Keine Puffertage nötig: Du kannst am selben Tag ankommen und direkt aufs Schiff

❌ Nachteile:

  • Oft teurer: Reedereien verlangen deutlich mehr für das Anreisepaket als bei Eigenregie. Beispiel: AIDA verlangte für den Hinflug Deutschland → Singapur inkl. Transfer zum Schiff 1.060 € pro Person. Individuell mit Emirates: ca. 650 € – mit Qatar sogar nur 535 € (fast die Hälfte!). Plus Taxi/Grab vom Flughafen zum Schiff (ca. 20 € zu zweit) kommst du auf 545–660 € pro Person. Für 2 Personen sind das mindestens 800 € Ersparnis – damit kannst du 2–3 Nächte in einem schönen Hotel in Singapur wohnen und die Stadt erkunden.
  • Weniger Flexibilität: Du kannst meistens nicht selbst entscheiden, mit welcher Airline oder zu welcher Zeit du fliegst. Das heißt, wenn du Pech hast, kommst du erst abends kurz vor der Schiffsabfahrt an und wirst am Abreisetag teils schon früh morgens vom Transferbus zum Flughafen gebracht, um deinen Vormittagsrückflug nach Hause zu nehmen.
  • Reiseunterlagen erst spät: Du bekommst die Reiseunterlagen mit der Flug-Buchungsnummer meist erst 2–4 Wochen vor Reisebeginn. Erst dann kannst du Sitzplätze reservieren – und wenn das Flugzeug nicht komplett von der Reederei gechartert wurde, sind die besten Plätze oft schon belegt. Außerdem: Auf Reederei-Flügen kannst du in der Regel keine Meilen sammeln.
  • Keine Verlängerung möglich: Wenn dir der Starthafen oder Zielhafen besonders gefällt und du gerne ein paar Tage länger bleiben möchtest – geht nicht. Bei Eigenregie kannst du das frei entscheiden.

WICHTIGER TIPP: Reedereien bieten oft verschiedene deutsche Abflughäfen an (Düsseldorf, Frankfurt, München, Hamburg etc.). ABER: Je nach Buchungslage sind manchmal nur noch 1-2 Flughäfen verfügbar. Das kann bedeuten: Du musst erstmal mehrere Stunden mit Auto oder Bahn zum Abflughafen fahren. Wenn du sicher bist, dass du das Reederei-Paket buchen willst, check frühzeitig, ob dein Wunsch-Abflughafen noch verfügbar ist – sonst plane die Anreise zum Flughafen mit ein.

04

Flüge Option 2: Eigenregie (Flug selbst buchen)

Du buchst die Kreuzfahrt bei der Reederei – aber Flüge organisierst du selbst.

✅ Vorteile:

  • Günstiger: Du kannst Flüge selbst vergleichen (Tool-Tipp Google Flights) sparst oft mehrere hundert Euro pro Person (siehe Beispiel beim Reederei-Paket)
  • Flexibilität: Du entscheidest, wann du fliegst, mit welcher Airline, ob du vorher oder nachher noch ein paar Tage vor Ort bleiben möchtest
  • Meilen sammeln: Wenn du einen Vielfliegerstatus hast oder Meilen sammelst, kannst du das nutzen

❌ Nachteile:

  • Du trägst das Risiko: Wenn dein Flug Verspätung hat und du das Schiff verpasst – Pech. Das Schiff wartet nicht
  • Mehr Aufwand: Du musst Flüge, Transfer, Hotel für Puffertage selbst organisieren

Wichtig bei Eigenregie: IMMER Puffertag einplanen!

Wenn du Flüge selbst buchst, plane mindestens 1–2 Übernachtungen vor Abfahrt am Starthafen ein.

Warum?

  • Flugverspätungen, Streiks, technische Probleme – kann alles passieren
  • Von "ein paar Stunden später" bis "erst am nächsten Tag" ist alles möglich
  • Das Schiff wartet NICHT auf dich
  • Wenn du das Ablegen verpasst, ist das Schiff weg und du musst selber schauen, wie du zum nächsten Hafen auf der Route kommst
  • Bei Zielen, die nicht täglich angeflogen werden (z. B. La Romana, Barbados, Jamaica, Seychellen, Mauritius, Kapstadt), macht es Sinn, 2–3 Puffertage einzuplanen.

Unser Tipp: Sieh die Puffertage nicht als "verlorene Zeit", sondern als Mini-Bonus-Reise. Du kannst: Den Jetlag abbauen, den Starthafen und die Umgebung schon kennenlernen, entspannt ankommen statt gestresst. Die meisten Häfen und die Umgebung lohnen sich für ein paar schöne Extra-Tage.

05

Route & Wetter

Wetter kann rau sein

Atlantik im Herbst, Biskaya im Frühjahr – das Meer kann unruhig werden. Moderne Schiffe haben Stabilisatoren, und die meisten spüren kaum Bewegung. Falls es doch unangenehm wird: Frische Luft schnappen, auf den Horizont schauen – das hilft vielen. Auch Akupressur-Bänder (Seabands) können helfen. Im Fall der Fälle hat das Bordhospital Tabletten oder Spritzen zur Hand.

Unsere Erfahrung: Wir sind in 25+ Jahren noch nie seekrank geworden. Mach dir nicht zu viele Sorgen – die meisten kommen gut zurecht. Wenn du aber schon auf kleinen Bootstouren gemerkt hast, dass du sensibel reagierst, solltest du bei der Buchung eine Kabine mittschiffs auf niedrigem Deck wählen. Da spürst du die Bewegung am wenigsten.

Seetage-Blöcke vorher checken

Schaue dir an, wie viele Seetage am Stück kommen. 5–7 Tage ohne Land – kannst du dir das vorstellen? Wenn ja: super. Wenn nicht: lieber eine Route mit mehr Häfen wählen.

06

Kabinenauswahl

Balkonkabine lohnt sich

Bei vielen Seetagen ist ein Balkon Gold wert. Frische Luft, Meeresrauschen, Privatsphäre – dein eigener Rückzugsort mit Meerblick, wann immer du willst.

Mittschiffs = ruhigste Lage

Weniger Bewegung bei Seegang. Wenn du empfindlich bist, wähl eine Kabine in der Mitte des Schiffs und ein weiter unten liegendes Deck.

Deckplan checken

Was ist über deiner Kabine? Pool-Deck? Fitnessstudio? Restaurants? Das kann laut werden. Schaue vorher genau hin.

07

Getränke & Bordausgaben – Mein Schiff

Auf einer 2–3-wöchigen Transreise verbringst du viel Zeit an Bord – und genau deshalb summieren sich Bordausgaben schnell. Der Unterschied zwischen den Reedereien ist riesig.

Mein Schiff (TUI Cruises):

Premium All-Inclusive dabei – – fast alle Getränke (Bier, Wein, Kaffee-Spezialitäten, Softdrinks, Cocktails, Longdrinks, etc.) und Bedienrestaurants inklusive. Auch die Saunabereiche sind frei nutzbar. Keine Gedanken um Zusatzkosten. Das entspannte Konzept passt perfekt zum Wohlfühlcharakter von Mein Schiff – und gerade auf langen Transreisen merkst du den Unterschied: Du kannst dich einfach zurücklehnen, genießen und musst dir über nichts Gedanken machen.

Du zahlst nur für:

  • Premium-Spirituosen / Champagner
  • Besondere Weine aus der Weinkarte
  • À-la-carte-Restaurants und Bar in der „Große Freiheit"
08

Getränke & Bordausgaben – AIDA

AIDA:

Im Buffet-Restaurant sind Softgetränke, Bier und Tafelwein, sowie Filterkaffee und Tee inklusive. In Bedienrestaurants wird jedes Getränk einzeln abgerechnet (oder du buchst ein Getränkepaket).

Getränkepakete verfügbar:

  • AIDA Fun: ca. 16–21 €/Tag
  • AIDA All-Inclusive: ca. 42–56 €/Tag

Wichtig: Pakete VOR der Reise online buchen (MyAIDA) – an Bord teurer, bzw. ab Tag 2 nicht mehr buchbar.

Du zahlst außerdem für:

  • Bedienrestaurants: Je nach Tarif musst du eine Pauschale zahlen, um dort überhaupt essen zu können (z. B. 15 € pro Person/Abend = Reise-Tarife vergleichen!)
  • À-la-carte-Restaurants: Essen UND Getränke kosten extra
  • Wellnessbereich (bis zu 29 Euro täglich, teils Stunden- oder Langzeitpakete verfügbar)

Rechenbeispiel (21 Tage):

Ohne Paket oder entsprechendem Reisetarif bei AIDA:

Stell dir vor, du trinkst pro Tag:

  • 2× Kaffeespezialität (Cappuccino, Latte) à 4,10€ = 8,20€
  • 2× Softdrink (Coca-Cola, Fanta) à 2,60€ = 5,20€
  • 1× Glas Wein (AIDA Edition) à 8,00€ = 8,00€
  • 1× Cocktail (Caipirinha, Mai Tai) à 9,90€ = 9,90€

Pro Tag: 31,30€
Auf 21 Tage: 657,30€

Mit Getränkepaket:

  • AIDA Fun (16-21€/Tag): Nur alkoholfrei (Kaffee, Softdrinks) = ca. 336-441€ für 21 Tage – lohnt sich, wenn du viel Kaffee & Co. trinkst
  • AIDA All In (36-47€/Tag): Inkl. Wein, Bier, Cocktails = ca. 756-987€ für 21 Tage – klingt viel, aber mit dem Beispielkonsum (31,30€/Tag) kommt man knapp drunter. Und: Im All In sind auch die täglichen 2 Wasserflaschen für die Kabine drin – damit erreichst du die Gewinnschwelle schnell.

Unser Tipp: Bei vielen Seetagen steigt der Bordkonsum automatisch. Rechne vorher durch, was du realistisch trinkst und wie hoch der Paketpreis auf deiner Reise ist.

Deine Kreuzfahrt beginnt hier.

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Weniger Unsicherheit. Mehr Klarheit. Keine bösen Überraschungen.
Wir haben unsere 25+ Jahre Kreuzfahrt-Erfahrung für dich gebündelt – klar, ehrlich und sofort nutzbar.

Das bekommst du kostenlos:

☑️ Die 12 wichtigsten Entscheidungen vor dem Buchen
☑️ Route & Reisezeit richtig wählen (Hauptsaison vs. Nebensaison vs. Transreisen)
☑️ Reederei-Vergleich (AIDA vs. Mein Schiff – welche passt zu dir?)
☑️ Seetage realistisch einschätzen (wie viele brauchst du wirklich?)
☑️ Kabinenwahl & Position (Balkon vs. Innen – und wo auf dem Schiff?)
☑️ Getränke, Sauna & Nebenkosten – was kommt wirklich auf dich zu?
☑️ Packliste & Dokumente – nichts vergessen
☑️ Plus: Unsere ehrlichen Empfehlungen aus 25+ Jahren Kreuzfahrt-Erfahrung

Mockup 3er Geräte Kreuzfahrtplanung 12 wichtigsten Entscheidungen
Mockup Tablet Kreuzfahrtplanung: Die 12 wichtigsten Entscheidungen

Bordleben auf Seetagen – was erwartet dich wirklich?

Du fragst dich: Was macht man eigentlich den ganzen Tag, wenn kein Hafen kommt? Hier kommt die ehrliche Antwort – mit allem, was wir erlebt haben.

Der Rhythmus ändert sich

An Tag 1 oder 2 schaust du noch ständig aufs Handy. An Tag 5 hörst du auf, die Uhrzeit zu checken. Du wachst auf, wenn du aufwachst. Frühstück bis 11 Uhr? Kein Problem. Du isst, wenn du Hunger hast. Du gehst zum Sport, wenn du Lust hast. Das ist der Luxus von Seetagen.

Ein typischer Tag sieht so aus:

Morgens: Frühstück in Ruhe. Eine Runde auf Deck drehen (frische Luft, Meerblick, mit etwas Glück Delfine sichten). Oder einfach am Pool die Seele baumeln lassen, die Sonne genießen und ein paar Runden schwimmen. Viele nutzen den Vormittag für Sport – Fitnessstudio, Yoga, oder bei Frühaufstehern besonders beliebt: eine Runde auf der Laufstrecke, wenn das Schiff noch ruhig ist.

25 Meter Pool auf der Mein Schiff 2
Der 25 Meter Pool

Foto: René Supper / TUI Cruises GmbH

Mittags: Mittagessen. Danach lesen am Pool, ein Vortrag (z. B. über die nächste Region, Persönlichkeitsentwicklung oder Sterne auf See), oder einfach auf dem Balkon sitzen und aufs Meer schauen.

Nachmittags:, Jetzt wird’s lebendiger. Workshops (Kochen, Tanzen, Fotografie), Shuffleboard, vielleicht mal wieder Karten spielen. Nachmittagskaffee mit Kuchen wird zum Ritual – oder man probiert mal einen Afternoon Tea mit Livemusik und Meerblick.

Vor dem Abendessen und frisch machen noch den Sonnenuntergang über dem Meer erleben, ein ganz toller Moment!

Abends: Abendessen. Danach Livemusik in den Bars, Bingo Show im Theater oder Themenabend / Poolparty (z. B. White Night bei Mein Schiff, Silent Party auf AIDA), teils mit Dessertbuffet, Eisskulpturen, Früchte-Türme, wundervoll geschnitzten Melonengesichtern.

Mein Schiff 1 Dessertbuffet bei Poolparty
Bei den Poolparties gibt es in der Regel auch ein tolles Dessertbuffet!

Foto: Gunther Intelmann / TUI Cruises GmbH

Später noch in eine Bar mit Cocktail, oder einfach rauf aufs Deck unter den Sternenhimmel. Wer Lust hat zu tanzen – die Tanzfläche wartet.

Besondere Momente

Äquatorüberquerung: Wenn du den Äquator überquerst, gibt es eine Neptuntaufe – eine uralte Seefahrer-Tradition.

Die Crew verkleidet sich (Neptun, Meerjungfrauen), du wirst „getauft“ (mit grünem Chia Pudding und blauen Nudeln oder ähnlichem 😅), und du bekommst ein Zertifikat. Das ist lustig, ein bisschen albern – und ein Moment, den du nicht vergisst.

Mottotage: White Night, Tropical Party, 80s-Abend – je nach Reederei und Schiff gibt’s immer wieder Thementage mit Deko, Musik und Spezial-Buffets.

Zeitumstellung: Bei Transatlantik-Reisen (Ost-West) wird die Uhr jeden Tag um eine Stunde zurückgestellt. Du bekommst 25-Stunden-Tage. Klingt nach wenig, aber: Du merkst keinen Jetlag, weil es so sanft passiert. Am Ziel bist du praktisch schon akklimatisiert. Auch umgekehrt (West-Ost) wird dir nur eine Stunde pro Tag „geklaut“ – du merkst kaum etwas vom Jetlag.

Und wenn du wirklich nichts machen willst?

Dann machst du nichts. Du liest. Du schaust aufs Meer. Du döst in der Sonne. Genau das ist der Punkt. Niemand erwartet was von dir. Kein Wecker. Kein Hafenstress. Keine ToDo-Liste.

Das ist echte Entschleunigung.

Was viele falsch einschätzen: die Packliste

Auf Transreisen durchquerst du oft mehrere Klimazonen.
Morgens Atlantikwind auf Deck, ein paar Tage später Sonne pur.

Unser Tipp: Packe nach dem Zwiebelprinzip.
Leichte Kleidung für warme Tage, aber auch eine windfeste Jacke und einen Pullover für Seetage.

Du musst übrigens nicht für drei Wochen alles mitnehmen also zum Beispiel keine 20 Outfits einpacken! Fast alle Schiffe bieten einen Wäscheservice an (oftmals günstige Pakete im Angebot). Viele Schiffe (z.B. AIDA oder einige US-Reedereien) haben sogar SB-Waschsalons mit Waschmaschinen und Bügeleisen. Man muss also nicht für 3 Wochen Kleidung mitnehmen! Zudem befindet sich in der Dusche eine Wäscheleine, sodass man auch mal ein paar Teile mit Handwaschmittel (nicht vergessen mitzunehmen) im Waschbecken durchwaschen kann. Das nimmt viel Druck aus der Planung.

Mythen über Transreisen – was wirklich stimmt

Rund um Transreisen kursieren einige Vorurteile. Lass uns aufräumen – ehrlich und ohne Schönfärberei.

Mythos 1

"Da wird mir ja todlangweilig auf so vielen Seetagen."

Was stimmt

Wenn du jeden Tag einen neuen Hafen brauchst, werden Transreisen schwierig.

Was nicht stimmt

Dass man "nichts zu tun" hat. Es gibt jede Menge Beschäftigungsmöglichkeiten an Bord – Restaurants, Shows, Sport, Spa, Vorträge, Workshops. Das Angebot läuft den ganzen Tag. Gleichzeitig: Viele genießen es auch einfach, mal in den Tag hineinzuleben – ein Buch lesen, mit anderen Gästen quatschen, eine Runde Karten spielen, einfach den Meerblick genießen. Genau das tut richtig gut.

Unsere Erfahrung

Nach 21 Tagen hatten wir überhaupt nicht das Gefühl, wirklich drei Wochen an Bord gewesen zu sein. Die Zeit verging super schnell – und wir wären am liebsten noch eine Woche geblieben. Nicht, weil wir nicht alles geschafft hätten. Sondern einfach, weil es so schön war.

Mythos 2

"Transreisen sind nur was für Rentner."

Was stimmt

Der Altersdurchschnitt ist höher als auf Kurzkreuzfahrten. Transreisen finden meist außerhalb der Schulferien statt – logisch, dass weniger Kinder an Bord sind.

Was nicht stimmt

Dass es "nur Rentner" sind. Kurzkreuzfahrten (4-7 Tage) sprechen eine sehr vielseitige Zielgruppe an – Familien, Paare, Freunde, Junggesellenabschiede, Kegeltouren. Das ist bei Transreisen (vor allem bei 20+ Tagen) weniger der Fall. Aber nicht, weil nur Ältere mitfahren – sondern weil nicht jeder die Zeit oder Lust auf diese Art Reise hat. Wir haben Paare Anfang 40 getroffen (Sabbatical), Selbstständige, Leute Anfang 50 mit 3 Wochen Urlaub. Es geht nicht ums Alter – es geht darum, ob du Zeit UND Lust auf diese Reiseform hast.

Unser Tipp

Nimm die Reederei in den Fokus. AIDA und MSC sind bekannt für trubelige Atmosphäre mit umfangreichen Familienangeboten. Mein Schiff ist eher das Wohlfühlschiff – entspannt, verwöhnen lassen, mehr Platz pro Passagier.

Es hat also weniger mit Transreisen zu tun – der Tenor der Reederei bleibt auch auf Überführungsfahrten gleich.

Mythos 3

"Transreisen sind immer mega günstig – da muss doch ein Haken sein."

Was stimmt

Viele Transreisen haben einen unschlagbaren Tagespreis. Unsere 57 € pro Nacht All-Inclusive waren real.

Was nicht stimmt

Dass alle Transreisen so günstig sind. Es kommt auf den Teilabschnitt an, auf die Häfen und die Buchungslage. Eine Kreuzfahrt mit 14–15 Seetagen gesamt (nicht hintereinander, aber zusammengerechnet) findet nicht jeder so verlockend wie eine Transreise mit nur 6–7 Seetagen und mehr Häfen. Das macht manche Reisen günstiger – andere nicht.

Und unsere 57 € pro Nacht? Das war ein absolutes Mega-Schnäppchen. So etwas findest du nicht jeden Monat – da muss man die Augen aufhalten. Genau deshalb recherchieren wir alle 7–10 Tage die besten Mein Schiff Balkonkabinen-Angebote und stellen sie auf unserem Blog zur Verfügung. Darunter sind auch immer einige Transreisen.

→ Aktuelle Balkonkabinen-Schnäppchen

Wichtig

Flüge nicht vergessen. Die kommen zum genannten Kreuzfahrtpreis dazu – und können bei Langstrecke schnell 600–900 € kosten.

Mythos 4

"Auf Überführungsfahrten sparen sie sich das Entertainment."

Was stimmt

Das Entertainment kann anders sein als auf Hauptsaison- oder Themen-Kreuzfahrten.

Was nicht stimmt

Dass "nichts los" ist. Aber: Das Entertainment verschiebt sich. Viele typische Programmpunkte – Livemusik, Shows, Partys – finden wie auf klassischen Kreuzfahrten in den Abendstunden statt. Dafür gibt es tagsüber verstärkt Kurse, Workshops und Vorträge.

Wichtig

Wenn eine Transreise sehr günstig angeboten wird, ist das Angebot an Gastkünstlern oft nicht so hochkarätig wie bei teureren Reisen oder Event-/Themenkreuzfahrten mit Gastkünstlern. Also: Erwartungen anpassen.

Mythos 5

"Bei so vielen Seetagen nimmt man bestimmt 5 Kilo zu!"

Halb wahr, halb Mythos

Ja, die Gefahr ist real. Es geht ja nicht nur ums Buffet – sondern um das gesamte Essens- und Restaurantangebot, Eisbar und Co. Man kann praktisch 24 Stunden lang schlemmen, wenn man möchte.

ABER

Die meisten Schiffe haben Fitnessstudios, Laufstrecken, Yoga-Kurse, Pool und vieles mehr. Du kannst aktiv bleiben, wenn du willst. Auf unserer letzten Transreise haben wir jeden Tag eine Runde auf dem Deck gedreht, sind viel im Schiff rumgelaufen und haben auch das Fitnessstudio besucht. Dann klappt das eigentlich ganz gut.

Realistisch

1–2 Kilo sind möglich. Aber hey – das ist Urlaub.

FAQ - Häufige Fragen zu Transreisen (ehrlich beantwortet)

Eine Transreise (Repositionierungskreuzfahrt) ist mehr als nur eine Fahrt von A nach B – es ist das ultimative Erlebnis für Meeresliebhaber. Hier sind die Antworten auf die brennendsten Fragen.

Eine Transreise findet statt, wenn ein Kreuzfahrtschiff sein saisonales Einsatzgebiet wechselt (z. B. vom Mittelmeer in die Karibik oder von Dubai nach Europa). Da das Schiff die Strecke ohnehin zurücklegen muss, werden diese Kabinen oftmals zu attraktiven Konditionen angeboten. Start- und Zielhafen liegen dabei in der Regel auf unterschiedlichen Kontinenten.

Weil sie anders kalkuliert werden als normale Kreuzfahrten. Weniger Hafentage, andere Zielgruppen und ein stärkerer Fokus auf Bordumsatz spielen dabei eine Rolle. Was das konkret für deinen Reisepreis bedeutet, erklären wir weiter oben im Artikel anhand echter Beispiele.

Das hängt stark davon ab, was du von deiner Kreuzfahrt erwartest. Für viele sind Seetage der eigentliche Reiz – andere vermissen genau dort die Hafen-Abwechslung. Wie sich das an Bord wirklich anfühlt, haben wir im Abschnitt zum Bordleben ausführlich beschrieben.

Moderne Kreuzfahrtschiffe sind mit Hochleistungs-Stabilisatoren ausgestattet und so kommen die meisten gut zurecht. Wenn du sensibel bist, hilft eine Kabine mittschiffs auf niedrigem Deck. Medikamente gibt es an Bord – und wir erklären weiter oben, worauf du achten solltest.

Das ist einer der größten Vorteile! Bei einer Westwärts-Route (z. B. Europa → Karibik) „gewinnst" du meist jede Nacht eine Stunde Schlaf, da die Uhr zurückgestellt wird. Bei Ostwärts-Routen (z. B. USA → Europa) verkürzt sich die Nacht entsprechend. So oder so reduziert diese sanfte Umstellung den Jetlag extrem.

Das hängt von der Route ab. In vielen Fällen reicht ein Reisepass, bei einzelnen Ländern sind Online-Genehmigungen nötig. Die Reedereien informieren rechtzeitig – Details klären wir gerne individuell im Plancheck.

Ja, absolut! Viele Reedereien bieten lange Transreisen auch als Teilstrecken an. Das ist ideal, wenn du das Transreisen-Gefühl erleben möchtest, aber keine 4 Wochen Zeit hast. Wichtig: Teilstrecken sind offiziell buchbar – spontane Ausstiege unterwegs sind dagegen kompliziert.

Auf langen Seestrecken kann die Kabinenseite einen spürbaren Unterschied machen. Bei westwärts verlaufenden Routen liegt die Sonne tagsüber häufiger auf der Backbordseite, bei ostwärts verlaufenden entsprechend auf Steuerbord. Kein Muss – aber ein schönes Detail, wenn du viele Stunden auf dem Balkon verbringen willst.

Wichtig: Die richtige Reisekreditkarte

Transreisen führen dich oft außerhalb der EU – Karibik, USA, Südafrika, Arabien. Eine Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühren ist Gold wert. Sonst zahlst du bei jeder Transaktion 1,5-2% extra – das summiert sich schnell.

Unsere Favoriten: Die Hanseatic GenialCard (kostenlos, weltweit ohne Gebühren), die DKB Visa Debitkarte (für Aktivkunden kostenlos) und die Eurowings Kreditkarte Premium (1. Jahr halber Preis, perfekt für Meilensammler).

Fazit Transreisen

Transreisen sind keine „besseren“ Kreuzfahrten – sondern andere.
Sie lohnen sich für Menschen mit Zeit, Lust auf Ruhe und dem Wunsch, das Schiff als Urlaubsort zu erleben.
Wenn du jeden Tag einen neuen Hafen brauchst, wirst du nicht glücklich.
Wenn du Entschleunigung suchst, können Transreisen die intensivste Kreuzfahrterfahrung deines Lebens sein.

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Michèle & Micha von ReiseWelten.com

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